Aussagen der Sprecherin des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, zu einem neuen Hilfspaket ermutigen die Anleger nur zeitweise. Wichtige Indizes verlieren leicht.

New York Die Corona-Pandemie lastet weiter auf der Stimmung der amerikanischen Aktienanleger. Investoren zeigten sich über das mittlerweile außer Kontrolle geratene Infektionsgeschehen beunruhigt. Der US-Standardwerteindex Dow Jones schloss am Montag 1,4 Prozent tiefer auf 28.195 Punkten. Der technologielastige Nasdaq gab 1,7 Prozent auf 11.478 Punkte nach. Der breit gefasste S&P 500 büßte 1,6 Prozent auf 3426 Punkte ein.

Wieder wachsende Hoffnungen auf frischen Wind für die US-Konjunktur hatten der Wall Street im frühen Handel noch leichten Auftrieb gegeben. Mut machten Investoren zunächst Aussagen von Nancy Pelosi, der Vorsitzenden des US-Repräsentantenhauses. Sie hatte sich optimistisch geäußert, dass ein Hilfspaket noch vor der Präsidentschaftswahl Anfang November verabschiedet werden könne, sollten sich Demokraten und Republikaner bis Dienstag einigen. Später allerdings zeigten sich die Investoren enttäuscht, dass es noch keine Einigung gab. Die Gespräche sollen am Dienstag fortgesetzt werden.

Die beiden Seiten hätten sich bereits angenähert und könnten vielleicht auch die verbleibenden Differenzen überbrücken, sagte Tom Mantione, Geschäftsführer der Vermögensverwaltung der Bank UBS. Nigel Green, Gründer und Chef des Anlageberaters deVere, warnte allerdings vor überzogenem Optimismus. Ein Deal sei alles andere als in trockenen Tüchern. „Wenn die Gespräche platzen, könnte die Kurskorrektur signifikant ausfallen.“