Depotkonto Vergleich Oktober 2020

Hinweis: Bei Wertpapiertransaktionen können zusätzlich zu den Bankgebühren fremde Spesen anfallen. Alle Angaben ohne Gewähr. Folgende Annahmen liegen dem Vergleich zugrunde: 10 Order im Jahr, durchschnittliches Ordervolumen 1.500€, durchschnittliches Depotvolumen 15.000€, Nutzung als Online Depot

Welches Depotkonto darf es denn sein?

Um an der Börse anlegen zu können, benötigst du ein Wertpapierdepot bei einer Bank oder einem speziellen Broker. Dieses verwendest du einerseits für Kauf und Verkauf der Wertpapiere und anderseits für deren Verwahrung. Jedes Wertpapier, das du über deinen Broker kaufst, landet auf diesem Depot und bleibt dort solange, bis du es wieder verkaufst.

Wie funktioniert ein Depotkonto?

Prinzipiell werden heutzutage die meisten Depots per Online-Banking geführt. Viele grundlegende Schritte, die für einen Aktienkauf nötig sind, wirst du also bereits von deinem Girokonto kennen. Du besuchst die Website deiner Bank bzw. des Online-Brokers und loggst dich mit deinen Zugangsdaten und per Zwei-Faktor-Authentifizierung in deinem persönlichen Depot ein. Hier kannst du zum Beispiel:

  • Kursstände und Entwicklungen deiner Wertpapiere einsehen
  • Über ein Suchfeld nach bestimmten Aktien, ETFs, Anleihen oder anderen Wertpapieren suchen
  • Die wichtigsten Infos zu einzelnen Wertpapieren anzeigen lassen, zum Beispiel auch, an welchen Börsen sie handelbar sind
  • Orders auf dein gewünschtes Wertpapier setzen (nach dem Kauf wird das verknüpfte Verrechnungskonto um die Summe belastet, die das Wertpapier inklusive Handelsgebühren kostet)

Welche Punkte sind wichtig im Depotkonto-Vergleich?

Für viele Kund:innen zählt vor allem eines: Wie hoch sind die Gebühren des Brokers? Zuerst einmal müssen die Kosten stimmen, dann geht es an die weiteren Konditionen. Auch in unserem Vergleich sind daher die zwei wichtigsten Kostenpunkte schnell einsehbar: die Depotführungsgebühr und die Ordergebühr. Viele Zusatzleistungen kosten bei Depots extra – sind aber auch vermeidbar bzw. nicht unbedingt notwendig. Anders sieht es beim Depotführungsentgelt und der Ordergebühr aus. Wenn du dein Depotkonto nutzen möchtest – und der Anbieter Gebühren dafür verlangt –, kommst du um diese Posten nicht herum. Allerdings gibt es viele Banken und Broker, die zumindest auf die Depotführungsgebühr verzichten.

Fonds sind ein für viele Sparer:innen geeignetes Anlageprodukt. Insbesondere im Rahmen eines Sparplans sind Fonds beliebt. Zu den Basisinfos in unserem Vergleich gehört daher auch die Angabe, wie viele Fondssparpläne über das jeweilige Depot handelbar sind.

Besonderheiten auf einen Blick

Die harten Fakten im Vergleich ergänzen wir durch einige Angaben, die wir als besonders erwähnenswert empfinden. Das können zum Beispiel Infos über eine große Auswahl an ETFs oder Handelsplätze sein. Auch Prämien, die Neukund:innen erhalten, vermerken wir hier. Aber auch mögliche Einschränkungen, die an ein Depot geknüpft sind, wie zum Beispiel eine Mindesteinlage, erwähnen wir an dieser Stelle.

Welche Faktoren bewerten wir?

Jedes Depot wird von uns getestet und bekommt am Ende eine Gesamtnote. Das ist nötig, denn ein Depotvergleich wäre unleserlich und unverständlich, würde man versuchen, sämtliche wichtigen Infos aller Anbieter in einer Ansicht darzustellen. In der Gesamtnote sind bereits alle für dich relevanten Daten zum Depot eingeflossen. Ob ein Depot empfehlenswert ist oder nicht, kannst du damit aus der Note ablesen. Wenn du es genauer wissen möchtest, kannst du in den Testdetails genauere Infos dazu erhalten, in welchen Bereichen ein Depot punkten konnte und wo es Federn lassen musste.

Negativzinsen werden wichtiger

Lange Zeit war an so etwas nicht zu denken, doch mittlerweile sind sie keineswegs mehr die Ausnahme: Negativzinsen auf Guthaben, die sich auf dem Verrechnungskonto befinden, erheben mittlerweile einige Banken und Broker. Es gibt allerdings noch eine Reihe Depots, die keine Negativzinsen verlangen oder zumindest nicht ab dem ersten Euro. In unsere Bewertung der Kosten und Gebühren fließen deshalb auch die Negativzinsen ein.

Ein großes Handelsangebot macht flexibel

Fast genauso wichtig wie die Gebühren ist natürlich die Frage, was man im Gegenzug dafür bekommt, also das Leistungsangebot eines Online-Brokers bzw. einer Bank. In unserem Test bewerten wir deshalb, welche Wertpapierarten gehandelt werden können und wie groß die Auswahl an Börsenplätzen ist. Beides ist für deine Anlage wichtig, wenn du möglichst vielseitig und breit über verschiedene Wertpapierklassen hinweg investieren möchtest.

Sparpläne sind nicht nur für den Einstieg gut

Viele Börsenneulinge starten ihre Anlagekarriere mit einem Fonds- oder ETF-Sparplan. Manche bleiben dabei und suchen nie wieder etwas anderes. Andere erweitern ihr Portfolio mit der Zeit. Egal, wie die individuelle Strategie aussieht, Sparpläne sind für viele Anleger:innen relevant. Sie sind Bestandteil vieler Portfolios. In unserem Test sind die Konditionen für Sparpläne daher auch ein wichtiges Kriterium. Die Depotkonto-Anbieter haben die Chance, mit einer großen Auswahl an ETF-, Fonds- und Aktiensparplänen, mit einer niedrigen Mindestsparrate und günstigen Sparplanausführungen zu punkten.

Zusätzliche Leistungen können den Unterschied machen

Der eine Broker hat mehr Sparpläne in der Auswahl als der andere. Ein Depot ist günstiger als das andere. Grundlegend erfüllen sie aber alle ihren Zweck und unterscheiden sich in vielen Punkten nicht allzu sehr. Mit dem Kriterium der Zusatzleistungen bewerten wir, welche Services die Broker jenseits der bloßen Depotfunktionen bieten. Die folgenden und andere Fragen fließen in die Punktevergabe ein:

  • Ist es möglich, einen Wertpapierkredit abzuschließen?
  • Wie gut sind die Hotlines zu erreichen?
  • Und stellt der Broker vielleicht auch Webinare oder anderes Finanzwissen zur Verfügung?

Was bewerten wir in unserem Vergleich nicht?

Mögliche Testkriterien sind schier endlos. Das heißt aber nicht, dass sie auch sinnvoll sind. Unser Depotkonto-Vergleich orientiert sich an den Dingen, die für die meisten Anlegerinnen und Anleger bei einem Depot wichtig sind. Alles andere bleibt außen vor. So haben wir uns etwa dazu entschieden, zur Verfügung stehende Handelssoftwares nicht mit in die Bewertung einzubeziehen. Zu unterschiedlich sind dabei die Interessen der Nutzer:innen. Auch Konditionen, auf die der Online-Broker oder die Bank kaum oder keinen Einfluss hat, sind logischerweise nicht Teil der Bewertung. Hierzu gehören etwa die Börsengebühren oder auch die Handelszeiten der Börsen.

FAQ: Die häufigsten Fragen zum Depot

Viele Menschen, die noch nichts mit Depots zu tun hatten, stellen sich am Anfang die gleichen Fragen. Wir haben einige gesammelt und für dich beantwortet.

Welches Depotkonto soll ich eröffnen?

Darauf gibt es natürlich keine einfache Antwort. Es kommt ganz darauf an, was du suchst. Brauchst du eine große Produktauswahl oder reichen dir ein paar ETF-Sparpläne? Handelst du selten oder oft? Von solchen Fragen hängt ab, welches Depot für dich das Richtige ist.

Wie überweise ich auf ein Depot?

Zu jedem Depot gibt es ein Verrechnungskonto dazu. Möchtest du anlegen, überweist du also zuerst einmal von deinem Haupt-Girokonto Geld auf das Verrechnungskonto. Geld, das hier drauf liegt, kannst du für den Wertpapierhandel verwenden. Umgekehrt werden Gewinne auch erstmal auf das Verrechnungskonto eingezahlt.

Kann ich auch ein Gemeinschaftsdepot eröffnen?

Ja, das ist bei vielen Anbietern problemlos möglich. Prinzipiell funktioniert das ähnlich wie ein Gemeinschaftskonto. Beide Inhaber:innen können das Depot nutzen, wie sie das möchten.

Kann ich Wertpapiere auf ein neues Depot übertragen?

Bei den meisten Brokern und Banken ist das überhaupt kein Problem. Achte bei einem Depotübertrag allerdings darauf, dass es bei Übertragungen auf ausländische Depots zu Gebühren kommen kann. In Deutschland ist der Übertrag hingegen kostenlos.

Für wen sind die Depotkonten geeignet?

Prinzipiell achten wir darauf, dass wir Depots präsentieren, die für möglichst viele unserer Nutzer:innen interessant sein könnten. Wir haben keine Spezialprodukte im Programm, die mit tausenden Funktionen zwar viel bieten, aber auch unbezahlbar sind. Umgekehrt präsentieren wir aber auch keine Depots, die zwar kaum Kosten verursachen, dann jedoch keine guten Leistungen bieten. Im Depotvergleich gehen wir mit einer sinnvollen Vorauswahl einen gesunden Mittelweg. Damit konzentrieren wir uns auf Depots, die sowohl Einsteiger:innen als auch Profis etwas bieten, sowohl Kostenbewussten als auch aktiven Trader:innen.

Wie eröffnet man ein Depot über den Vergleich?

Nichts leichter als das. Hast du dich für ein Depotkonto entschieden, gelangst du über den Button „zur Bank“ direkt zu deinem Wunschdepot auf der Website des Anbieters. (Übrigens: Der Klick kostet dich dabei natürlich nichts.) Anschließend kannst du dein neues Depot eröffnen. Alles weitere liegt in der Hand der Bank oder des Brokers. Du kannst online den Antrag ausfüllen, dich per Post- oder Video-Ident legitimieren und erhältst wenige Tage später deine Unterlagen.